Januar 2026
Mobilisiert gegen die
imperialistische
Bedrohung Venezuelas durch die USA!

Eine Einheit der Bolivarischen Miliz, einer freiwilligen militärischen Hilfstruppe mit über einer Million Mitgliedern, während einer Mobilisierung am 20. September als Reaktion auf militärische Drohungen der USA. Es sollten Arbeiterbrigaden gebildet werden, um jeden Versuch der Imperialisten und ihrer Handlanger, die Macht in Venezuela zu ergreifen, zu bekämpfen.. (Foto: Adriana Loureiro Fernández / New York Times)
13. OKTOBER 2025 – Am 2. September gab Donald Trump bekannt, dass er persönlich einen US-Militärschlag gegen ein Boot in der Karibik angeordnet habe, bei dem elf Menschen an Bord getötet wurden, die er als „Drogenterroristen“ bezeichnete. In den folgenden Wochen, als die USA Kriegsschiffe und Kampfflugzeuge in die Region verlegten, wurden drei weitere Boote angegriffen, wodurch sich die Zahl der auf hoher See ermordeten Menschen verdoppelte. Unterdessen setzte der Oberbefehlshaber des mörderischen US-Imperialismus ein Kopfgeld von 50 Millionen Dollar auf den venezolanischen Präsidenten Nicolás Maduro aus. Und am 1. Oktober teilte Trump dem US-Kongress mit, dass sich die USA in einem „bewaffneten Konflikt“ mit Drogenkartellen befänden. In Wirklichkeit sind die Terroristen, die in der Karibik ihr Unwesen treiben, die US-Marine und die US-Luftwaffe, und sie bedrohen ganz Lateinamerika.
Schon bevor Trump am 20. Januar sein Amt antrat, war klar, dass Venezuela im Fadenkreuz der neuen Regierung stehen würde, so wie es auch unter den Demokraten Biden und Obama der Fall war. Dies hat nichts mit Trumps vorgeschobener Begründung zu tun, der absurden Behauptung, dass die Vereinigten Staaten angeblich einer militärischen Invasion durch Venezuela über die Tren-de-Aragua-Bande ausgesetzt seien, von der selbst der US-amerikanische Nationale Geheimdienstrat erklärt hat, dass sie nichts mit der venezolanischen Regierung zu tun hat (die sie sogar bekämpft). Als diese Fiktion nicht funktionierte, belebte Trump den mythischen Cartel de los Soles wieder, eine Erfindung der Rechten, um das venezolanische Militär als „Drogenhändler” zu brandmarken.
Seit Jahrzehnten versucht der US-Imperialismus, das populistisch-nationalistische Regime in Venezuela zu stürzen und Marionetten zu installieren, die bedingungslose Lakaien der jeweiligen Regierung in Washington wären. Ein Grund dafür ist natürlich, dass Venezuela über die größten nachgewiesenen Ölreserven der Welt verfügt. Seit dem ersten Golfkrieg 1991 haben die US-Herrscher wiederholt Kriege geführt, um weiter die Hand am Ölhahn zu halten, selbst wenn – wie im Fall des Irak – nur sehr wenig von diesem Öl in die USA importiert wird. Sie wollen den Ölfluss kontrollieren, um ihre imperialistischen „Verbündeten“ in Schach zu halten.

Das Special Operations Command der US-Luftwaffe übt während Militärübungen im August 2025 auf den US-amerikanischen Jungferninseln die Eroberung eines Flughafens durch Fallschirmjäger.
(Foto: Phil Speck / Air National Guard)
Noch wichtiger ist, dass die US-Herrscher Venezuela als Sprungbrett für den Sturz des Arbeiterstaates in Kuba nutzen wollen, der zwar bürokratisch deformiert ist, aber dennoch ein Dorn im Auge des Yankee-Imperialismus ist. Seit 1960 versucht Washington (erfolglos), die kubanische Revolution zu zerstören. Im Juli 2021 wurden Proteste über die Versorgungsengpässe in Kuba von Gusano-Agenten (kubanische Exil-Konterrevolutionäre) der USA angezettelt, manipuliert und ausgenutzt. Die Liga für die Vierte Internationale rief damals, wie wir es seit unserer Gründung tun, dazu auf, Kuba bedingungslos gegen imperialistische Drohungen, Erpressung und Angriffe sowie gegen Konterrevolution von innerhalb Kubas zu verteidigen.
Wir rufen auch dazu auf, Venezuela gegen imperialistische Angriffe und Drohungen sowie gegen die von den USA unterstützte innenpolitische Opposition zu verteidigen. Wir tun dies, ohne der Regierung von Nicolás Maduro und seinem Vorgänger Hugo Chávez sowie ihrem „bolivarischen“ Regime politische Unterstützung zu gewähren. Trotz ihrer Beliebtheit bei vielen Linken und ihrer gelegentlichen „sozialistischen“ Rhetorik sind sie bürgerliche Nationalisten. Venezuela ist ein kapitalistischer Staat, der eine mit dem Regime verbundene bürgerliche Schicht hervorgebracht hat – die viele ehemalige Anhänger von Chávez, die von Maduro enttäuscht sind, als „Boli-Bourgeoisie“ bezeichnen. Aber mit dem Gusano US-Außenminister Marco Rubio als Vorreiter ist Washington fest entschlossen, in Caracas ein Marionettenregime zu installieren.

Der venezolanische Präsident Nicolás Maduro während einer Militärzeremonie am 4. August 2018, bei der ein Attentatsversuch auf ihn mittels eines Drohnenangriffs verübt wurde. (Foto: Juan Barreto / Agence France-Presse)
Die USA haben seit 2002 wiederholt Putschversuche gegen das populistische Regime in Venezuela unternommen. Der irische Dokumentarfilm The Revolution Will Not Be Televised aus dem Jahr 2003 schildert dies sehr eindrücklich. Nun gibt sogar die New York Times, das Sprachrohr des US-Imperialismus, zu, dass das Ziel des aktuellen militärischen Aufbaus in der Karibik darin besteht, einen sogenannten „Regimewechsel“ in Venezuela durchzuführen, genau wie die USA es 2003 im Irak getan haben. Die USA haben eine Armada von vier Lenkwaffenträgern vor der Küste Puerto Ricos und zehn F-35-„Tarnkappen“-Kampfflugzeuge in Puerto Rico stationiert, die gleiche Art von Kampfflugzeugen, mit denen Israel im Juni den Iran angegriffen hat. Und das Air Force Special Operations Command hat gerade auf den US-amerikanischen Jungferninseln eine Übung durchgeführt, in der Fallschirmjäger einen Flughafen eingenommen haben.
Diese Art von Hardware und diese Art von Training sind nutzlos, um mutmaßliche Drogen schmuggelnde Schnellboote anzugreifen. Sie dienen dazu, Venezuela direkt anzugreifen. In dieser Zeit müssen sich die Werktätigen darauf vorbereiten, jeden imperialistischen Angriff und jede Provokation durch ihre lokalen Marionetten zurückzuschlagen. Eine kleine Protestaktion linker Gruppen in Venezuela, um sich verbal von Trump & Co. zu distanzieren, reicht nicht aus. Die Gewerkschaften und alle Arbeiterorganisationen in Venezuela müssen sich darauf vorbereiten, das halbkoloniale Land militärisch gegen die Imperialisten zu verteidigen, sonst würden sie zu Recht als Verräter an der Sache des Proletariats betrachtet werden. Gegen imperialistische Angriffe darf es keine Neutralität geben. Es sollte dazu aufgerufen werden, Arbeiterbrigaden zu bilden und sie zu bewaffnen, um jeden Versuch eines Staatsstreichs, einer Invasion oder eines von den USA unterstützten „Aufstands“ zu vereiteln.
US-Piraten, raus aus der Karibik! Von September bis Dezember
2025 versenkten Drohnen und Raketen von US-Kriegsschiffen 35
Boote und töteten mindestens 115 Menschen in ihrem
vorgetäuschten „Krieg gegen die Drogen“. Jeder dieser
Angriffe war Mord ohne irgendwelche Rechtfertigung. Im
ersten Fall (2. September, oben links) gab es Überlebende,
die um Hilfe winkten. Der für die Operation verantwortliche
Admiral ordnete auf Anweisung des US-Kriegsministers Pete
Hesgeth einen zweiten Angriff an, um „sie alle zu töten”. (Zum Vergrößern auf das Bild klicken.)
(Foto: New York Times, mit Bildern, die von der US-Regierung auf sozialen Medien gepostet wurden)
Um es klar zu sagen: Die sogenannte „demokratische Opposition“ in Venezuela ist nichts anderes als eine Marionette des Imperialismus. María Corina Machado, die gerade den Friedensnobelpreis erhalten hat, steht seit 2002 auf der Gehaltsliste der USA, wobei ihre Wahlbeobachtungsorganisationen direkt von der CIA-nahen Organisation National Endowment for Democracy finanziert werden. Der Kandidat, den sie bei den Wahlen im letzten Jahr aufgestellt hat, Edmundo González Urrutia, fungierte in den 1980er Jahren als Geldbote, der Yankee-Dollars an die salvadorianischen Todesschwadronen und andere reaktionäre paramilitärische Gruppen in Mittelamerika weiterleitete, als er Diplomat in El Salvador war, wie aus freigegebenen, ehemals geheimen CIA-Dokumenten hervorgeht.
Aufbau
der US-Marinepräsenz in der Karibik, Stand: 25. November
2025. Mehr als ein Viertel der gesamten US-Flotte ist vor
Venezuela stationiert, um das nationalistische Regime in
Caracas und ganz Lateinamerika einzuschüchtern. (Zum Vergrößern auf das Bild klicken.)
(Foto: Mapporn / Reddit)
Während sie die imperialistische Bedrohung militant bekämpfen, lehnen revolutionäre Marxisten Maduros derzeitige Bemühungen ab, die Gewerkschaften durch eine direkt vom Staat kontrollierte „neue Bewegung der Arbeiter“ zu ersetzen. In ähnlicher Weise haben wir uns im Jahr 2000 gegen den Versuch von Hugo Chávez gewehrt, die angebliche „Gewerkschaftsdiktatur“ zu beenden. Wir tun dies jedoch im Kampf für eine revolutionäre proletarische Führung der Gewerkschaften und der Arbeiterbewegung insgesamt, gegen alle Flügel der kapitalistischen Herrscher und jene Pseudolinken, die sich immer wieder mit den lokalen Agenten des Imperialismus einlassen. Es ist notwendig, eine wirklich leninistisch-trotzkistische kommunistische Partei in Venezuela aufzubauen, um für eine Arbeiter- und Bauernregierung und internationale sozialistische Revolution zu kämpfen.
Die derzeitige Regierung in Washington bekräftigt mit aller Macht die Monroe-Doktrin, im Stile von Marco Rubio, die die ungebremste Plünderung Lateinamerikas durch die Yankees vorsieht. In Mexiko müssen Linke und klassenbewusste Arbeiter Venezuela verteidigen und fordern, dass alle Agenten des US-Imperialismus (DEA [sogen. Drogenbekämpfungsbehörde], CIA, ICE [notorische Immigrations- und Zollpolizei/-behörde], Militär usw.) aus dem Land vertrieben werden – insbesondere angesichts der Drohungen, im sogenannten „Krieg gegen Drogen“ US-Militärgewalt einzusetzen, der in Wirklichkeit ein Krieg gegen die Armen und zur Aufrechterhaltung der halbkolonialen Herrschaft der USA in ihrem „Hinterhof“ ist.
In den Vereinigten Staaten sollten die Arbeiter dazu mobilisieren, Trumps Terrorkrieg gegen die Völker Lateinamerikas und gegen die Werktätigen „zu Hause“ zu zerschlagen. Wir streben den Aufbau einer revolutionären Arbeiterpartei gegen alle Flügel der imperialistischen herrschenden Klasse an und prangern die Demokraten an, die mit ihrer arbeiterfeindlichen Politik und ihrem imperialistischen Kriegstreiben im Stil des Kalten Krieges wiederholt den Weg für Trump geebnet haben. Wir verteidigen Gaza gegen den gemeinschaftlich verübten Völkermord der USA und Israels und rufen die Arbeiterbewegung dazu auf, ihre Macht zu nutzen, um Einwanderer zu verteidigen und die Massenabschiebungen des Trump-Regimes zu verhindern, die als Speerspitze für die Durchsetzung einer bonapartistischen Polizeistaatsherrschaft dienen.
Das Regime des „Großen Knüppels” in Washington will die Karibik in einen „amerikanischen See“ verwandeln, indem es unter dem Deckmantel der Bekämpfung des „Drogenterrorismus“ Menschen auf hoher See ermordet und lateinamerikanische Nationen von Mexiko bis zum Kap Hoorn mit Füßen tritt. Das ultimative Ziel des imperialistischen Kriegstreibens, das direkt in den Dritten Weltkrieg führt, ist die Durchführung einer Konterrevolution in China und die Zerstückelung Russlands. Verteidigt Venezuela gegen den imperialistischen Angriff und seine Agenten, die zu Recht als Escuálidos (Abschaum) bekannt sind! Verteidigt Kuba gegen den Imperialismus seine Gusano-Agenten, und gegen Konterrevolution in jedem Gewand. Für die sozialistische Weltrevolution! ■
